Grundig 2028

Eines Tages sind wir irgendwie Recht günstig an drei alte Radios gekommen. So beginnt eine Lötleidenschaft.

Selbstverständlich darf so ein altes Radio nicht nur rumstehen und schön aussehen, nein es muss auch funktionieren. Zumindest so lange es noch UKW-Funk gibt.

Zuerst einmal geht es daran, die Geräte sauber zu machen. Nicht nur jahrzehntelanges Staubablagern in den Geräten ist das Problem, sondern es kommt auch noch hinzu, dass die Leute ja früher in der Küche oder im Wohnzimmer geraucht haben wie die Schlote. Und das ist ein ganz ekliger, klebriger Staub. Am Besten hilft da Fettreiniger für den Herd.

Das Gehäuse habe ich aufpoliert mit Autopolitur und dann den Lack mit Hartöl wieder geschmeidig gemacht.

 

 

 

Viele der alten Schätzchen funktionieren zwar auch, obwohl sie Jahrzehnte auf dem Dachboden ruhten, aber der Geruch ist da noch das geringste Problem. Teilweise können Kondensatoren explodieren, und es besteht Branntgefahr! Daher habe ich alle gefährlichen Kondensatoren in dem Gerät durch hochwertige Kondensatoren aus Deutscher Produktion ausgetauscht. Weil die Röhren auch fehlten, hat das Gerät auch direkt neue Röhren bekommen.

Ansonsten war an dem Gerät nicht so viel zutun. Anscheinend hat sich vorher kein Bastler an dem Radio versucht, leider ist das nicht immer so, und man sucht in diesen Drahtverhauen Verdrahtungsfehler…

 

 

 

Das Ergebnis ist ein super Klang. Ich frage mich noch immer, woher das kommt. Ist der Klang durch die Röhren tatsächlich besser? Oder sind des die Holzgehäuse von damals? Schließlich sind die meisten Transistorradios heutzutage kleine Plastikquäker. Vielleicht ist es auch nur die Arbeit, die drinsteckt. Ein selbstgekochter Kuchen schmeckt ja auch besser als der vom Bäcker.

 

 

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